Ein letztes "Danke".

Was wäre, wenn wir als Menschheit einfach eine der nächsten Spezies sind, die auf der Aussterbeliste ganz weit oben steht und wir absolut nichts mehr dagegen unternehmen können? Vielleicht funktionieren wir doch nur wie Schwärme und weniger rational und unser perfekt ausgeprägtes Frontalhirn gaukelt uns eine Menge Biases und Ilusionen vor, weil wir alle Angst vor dem Tod haben und unfähig sind uns unser eigenen Aussterben vorzustellen. Vielleicht sind diejenigen, die genug Weitblick besitzen und emotional dazu fähig sind, Worst-Case Szenarien in ihr Bewusstsein zu integrieren nur eine winzige Minderheit oder gar statistische Anomalie von der uns die Algorithmen glauben lassen, dass sie irgendeine transformative Kraft besäße.
Ich meine dies wirklich nicht sarkastisch sondern in voller Demut. Vielleicht geht es nur noch darum unseren Abgang so gut wie möglich zu gestalten und vielleicht sind wir sogar dazu "verpflichtet" nochmal alles Gute aus uns herauszuholen, da der letzte Eindruck im Weltgedächtnis so wichtig ist und wir es der „Schöpfung“ oder was auch immer schuldig sind. Vielleicht besteht der wichtigste Akt der Selbstbestimmung nicht im unermüdlichen Glauben an unsere weitere Existenz, sondern darin ein letztes „Danke“ zum Ausdruck zu bringen.

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